Historisches aus Maria Gail

eine der ältesten Kirchen Kärntens

MARIA GAIL

Auf dieser Seite erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Entstehung des historisch bedeutenden Ortes Maria Gail und einen Einblick in den künstlerischen Reichtum der Pfarr- und Wallfahrtskirche 'Zu Unserer Lieben Frau an der Gail', einer der 'bedeutendsten Kirchen des Landes Kärnten' (Kunsttopografie des Herzogstums Kärnten 1889).




 



Literatur:
--
Kunstführer der Kirche Maria Gail
Pfarr- und Wallfahrtskirche
'Zu Unserer Lieben Frau an der Gail'
Dr. Siegfried Hartwagner
--
Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Gail
'Zu Unserer Lieben Frau an der Gail'
Mag. Richard Kogler
--
Die Kirche an der Gail
Chronik der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Gail
Mirko Hofer


 

HISTORISCHES

Maria Gail zählt zu den prominenten Wallfahrtsorten in Kärnten. Die Gründung der Kirche geht vermutlich bereits auf die Langobarden zurück. In einer Urkunde des Klosters Moggio in Friaul wird die Pfarre 1136 erstmals erwähnt und gilt als aquilenische Urpfarre des Villacher Raumes. Die ursprünglich romanische Chorturmkirche wurde zwischen 1400 und 1450 gotisch erweitert. Während der Türkeneinfälle in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden viele Gotteshäuser ausgeraubt und geplündert und auch die Kirche von Maria Gail war davon nicht verschont geblieben. Im Auftrag des Patriarchen von Aquileia wurde sie vom damaligen Bischof von Caorle 1486 neu geweiht. Die heute noch vorhandene „Türkenglocke“ von 1473 erinnert an jene Zeit. Im 16. Jahrhundert, der Zeit der Reformation, traten in der Pfarrkirche Maria Gail vorübergehend lutherische Prediger auf. Eine Steintafel im Turmquadrat berichtet vom Einsturz des Kirchturms im Jahre 1580 und dessen Wiederrichtung 1606. Die Ursache dafür dürfte die mangelnde Renovierungs-bereitschaft gewesen sein. Bei der Innenrestaurierung 1950 wurden spätromanische  Fresken an der Nord- und Südwand des Kirchenschiffes freigelegt.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Filialkirchen der einstigen Urpfarre Maria Gail selbständig. Seit 1980 ist die Kirche „Zum Hl. Johannes dem Täufer“ in Drobollach Filialkirche von Maria Gail.

Sein Kirchenpatrozinium feiert Maria Gail am 15. August, dem Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel.

KUNSTHISTORISCHES

Das Gotteshaus birgt Kunstschätze
von überregionaler Bedeutung.
Der Reichtum der Kirche gipfelt in
dem kostbaren gotischen Flügelaltar
(um 1515) an der Nordwand des Kirchenschiffes. Das dargestellte Hauptthema ist die Krönung Marias und bildet damit den Bezug zum Kirchenpatrozinium.

mehr

 


 

Detailaufnahmen des
gotischen Flügelaltars:



GALERIE